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Abfindungsrechner 2026

Wie hoch ist Ihre Abfindung?

In 30 Sekunden zur Orientierung, kostenlos und ohne Anmeldung. Transparent gerechnet nach der bekannten Faustformel.

  • Rechnung offen nachvollziehbar
  • Mit Ihrer Frist, wenn Sie gekündigt wurden
  • Auf Wunsch kostenlose Ersteinschätzung
Schritt 1 von 4Gehalt

Wie hoch ist Ihr Bruttomonatsgehalt?

Brutto pro Monat, inkl. regelmäßiger Zulagen.

Faustformel nach § 1a KSchG · keine Daten nötig

Faustformel

0,5 × Gehalt × Jahre

Beispiel

4.000 € · 9 J. = 18.000 €

Frist

3 Wochen ab Zugang

So rechnet der Rechner

Die Faustformel, transparent erklärt

Einen generellen Anspruch auf Abfindung gibt es nicht. In der Praxis wird sie meist verhandelt, oft im Rahmen einer Kündigungsschutzklage oder eines Aufhebungsvertrags. Wie hoch sie ausfällt, hängt von Ihrer Ausgangslage ab.

Der Rechner nutzt die bekannte Faustformel: ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Sie geht auf § 1a KSchG zurück (Abfindung bei betriebsbedingter Kündigung, wenn der Arbeitgeber sie für den Verzicht auf eine Klage anbietet) und dient auch bei Vergleichen und Aufhebungsverträgen als Anhaltspunkt.

Aufrunden: Ein angefangenes Beschäftigungsjahr zählt als volles Jahr, wenn es länger als 6 Monate dauert. Aus 8 Jahren und 7 Monaten werden 9 Jahre, aus 8 Jahren und 6 Monaten bleiben es 8.

Gehalt: Es zählt das regelmäßige Bruttomonatsgehalt inklusive Zulagen. Ein 13. Gehalt rechnet der Rechner anteilig ein. Das Ergebnis wird auf 100 € gerundet.

Verhandlungsspanne: Die Obergrenze (bis 1,0 Monatsgehälter pro Jahr) ist keine Zusage. Sie zeigt, was bei guter Ausgangslage verhandelbar sein kann, etwa bei Fehlern in der Kündigung.

Ohne Kündigungsschutz (bis 10 Mitarbeiter oder in den ersten 6 Monaten) rechnet der Rechner vorsichtiger, mit 0 bis 0,25 Monatsgehältern pro Jahr.

0,5 × Gehalt × Jahre

Regelabfindung, z. B. nach § 1a KSchG

  • Kündigungsschutz greift ab 6 Monaten und mehr als 10 Mitarbeitern
  • Fehler in der Kündigung stärken Ihre Position
  • Die 3-Wochen-Frist: danach fehlt meist der Hebel

Beispiele

Was die Faustformel bei typischen Gehältern ergibt

Regelabfindung (0,5 × Gehalt × Jahre) für typische Bruttomonatsgehälter, als Orientierung. Zur vollständigen Abfindungstabelle

Regelabfindung in Euro nach Bruttomonatsgehalt und Beschäftigungsjahren
Brutto5 J.10 J.15 J.20 J.
2.000 €5.00010.00015.00020.000
3.000 €7.50015.00022.50030.000
4.000 €10.00020.00030.00040.000
5.000 €12.50025.00037.50050.000
6.000 €15.00030.00045.00060.000
7.000 €17.50035.00052.50070.000

Werte in Euro, brutto. Kein Anspruch; die Abfindung ist Verhandlungssache.

Ihr Gehalt steht nicht in der Tabelle? Mit dem Rechner genau berechnen

Was die Höhe beeinflusst

Sechs Faktoren, auf die es ankommt

  • Betriebszugehörigkeit

    Sie ist der wichtigste Faktor der Faustformel: Jedes Beschäftigungsjahr erhöht die Regelabfindung um ein halbes Monatsgehalt.

  • Gehalt

    Maßgeblich ist der Bruttoverdienst pro Monat, einschließlich regelmäßiger Zulagen und eines anteiligen 13. Gehalts.

  • Kündigungsschutz

    Er greift in der Regel nach 6 Monaten und in Betrieben mit mehr als 10 Mitarbeitern. Ohne ihn sind Abfindungen deutlich seltener.

  • Fehler in der Kündigung

    Formfehler, eine fehlende Betriebsratsanhörung oder eine nicht tragfähige Begründung stärken Ihre Verhandlungsposition.

  • Die 3-Wochen-Frist

    Wer nicht rechtzeitig Klage erhebt, verliert meist den Hebel: Die Kündigung gilt dann in der Regel als wirksam (§ 4 KSchG).

  • Das Risiko des Arbeitgebers

    Je größer sein Prozessrisiko, desto eher ist er bereit, sich auf eine höhere Abfindung zu einigen.

Nach der Einigung

Steuern und Arbeitslosengeld

Steuern: Abfindung ist Einkommen

Eine Abfindung ist steuerpflichtig. Die Fünftelregelung (§ 34 EStG) kann die Steuerlast mildern, Sozialversicherungsbeiträge fallen in der Regel nicht an. Wie viel netto bleibt, hängt vom Einzelfall ab.

Abfindung versteuern: So viel bleibt netto

Arbeitslosengeld: Sperrzeit vermeiden

Eine Abfindung wird in der Regel nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet, wenn die Kündigungsfrist eingehalten wird. Wer einen Aufhebungsvertrag ohne wichtigen Grund unterschreibt, riskiert aber eine Sperrzeit von bis zu 12 Wochen. Arbeitsuchend melden müssen Sie sich meist binnen 3 Tagen nach Kenntnis vom Ende.

Abfindung und Arbeitslosengeld

Gut zu wissen

Abfindungen werden meist verhandelt, nicht einfach ausgezahlt.

Häufige Fragen

Wie wird eine Abfindung berechnet?

Als Faustformel gilt ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr (0,5 × Gehalt × Jahre). Ein angefangenes Jahr zählt voll, wenn es länger als 6 Monate dauert. Verhandelt wird oft mehr oder weniger, je nach Ausgangslage. Beispiele finden Sie in der Abfindungstabelle.

Gibt es einen Anspruch auf eine Abfindung?

Einen generellen Anspruch gibt es nicht. Eine Abfindung wird in der Regel verhandelt, zum Beispiel im Rahmen einer Kündigungsschutzklage oder eines Aufhebungsvertrags. Ob und in welcher Höhe sie in Ihrem Fall realistisch ist, zeigt nur die Prüfung des Einzelfalls.

Wie lange habe ich Zeit, gegen eine Kündigung vorzugehen?

Eine Kündigungsschutzklage muss in der Regel innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung erhoben werden (§ 4 KSchG). Danach gilt die Kündigung meist als wirksam. Der Rechner zeigt Ihnen das voraussichtliche Fristende, wenn Sie das Zugangsdatum angeben. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung.

Ist eine Abfindung steuerpflichtig, und was bedeutet sie für das Arbeitslosengeld?

Eine Abfindung ist steuerpflichtig, die Fünftelregelung kann die Steuerlast mildern. Sozialversicherungsbeiträge fallen in der Regel nicht an. Beim Arbeitslosengeld droht nach einem Aufhebungsvertrag ohne wichtigen Grund eine Sperrzeit. Mehr dazu: Abfindung versteuern und Abfindung und Arbeitslosengeld.

Alle Fragen und Antworten

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